Altenburg, 22.07.2019 02:17 Uhr

Regionales

09:14 Uhr | 06.03.2019

Baustart schon 2019 möglich

Wasserspiel in Altenburg wird greifbar

Das, was seit Jahren in Altenburg für Diskussion, Häme oder Unklarheiten führte, ging in der gestrigen Bauausschusssitzung fast schon geschmeidig über die Bühne. Schon die vorherige Stadtführung versuchte sich an einem Brunnen auf dem Markt. Immerhin hatte man bei der millionenteuren Sanierung der guten Stube der Skatstadt schlicht und einfach die Aufenthaltsqualität für die Bürger und ihre Besucher außer Acht gelassen. Spätere Pflanzkübel für Sträucher und sogenannte "Erlebnisstationen" sollten die Situation verbessern. Letztere drückte der damalige OB Michael Wolf (SPD) gegen die Empfehlung des Bauausschusses durch und erntete letztlich für die zum Teil dubiosen Gerätschaften Spott und Häme. Umso sensibler schien das Thema Brunnen zu werden. Mehrere Versuche für Wasserspiele auf dem Markt waren in den letzten Jahren gescheitert. 

Inzwischen hatte die neue Stadtführung die Bürger selbst an dem Findungsprozess beteiligt und recht schnell kristallisierte sich der Wille nach einem Wasserspiel denn einem Marktbrunnen heraus. Eigens dafür konnten Altenburger oder deren Gäste Fotos aus anderen Städten einreichen. Daraus hat nun die Verwaltung drei, finanziell untersetzte, Vorschläge erarbeitet und dem Bauausschuss vorgestellt. Einstimmig setzte sich hier der Entwurf einer Dresdner Firma durch, die ein computergesteuertes Fontänenspiel von 5,5 mal 6 Metern präsentierte. Dabei handelt es sich um ein sowohl energie- als auch wassersparendes Spiel. Rund 236.000 Euro würde die Investition in die Verweilqualität des Marktes kosten. Für den Baustart wäre nicht einmal ein verabschiedeter Haushalt notwendig, denn das Geld kommt aus zwei Fördertöpfen (Infrastrukturpauschale und Leader), welches ausschließlich für dieses Projekt bestimmt ist. "Wenn wir das Geld nicht für das Wasserspiel einsetzen, dann kommt es der Stadt überhaupt nicht zu Gute. Für andere, ebenfalls wichtige, Dinge können und dürfen wir es nicht einsetzen" so Oberbürgermeister André Neumann (CDU). 

Schon 2019 könnte sogar Baustart sein. Ausgehend von der positiven Stimmung im Altenburger Bauausschuss ist dies sehr wahrscheinlich. Ob allerdings die Einweihung noch in diesem Jahr stattfindet ist unklar. "Wenn wir im Sommer anfangen würden zu bauen, dann wäre man eventuell Ende September fertig. Vielleicht wäre es besser man weiht das Wasserspiel, dann zur neuen warmen Saison 2020 ein. Aber vielleicht geht alles sogar noch schneller" erläutert OB Neumann. Bleibt zu hoffen, dass man in diesem Fall der Markgestaltung ein glücklicheres Händchen hat als bislang. Im Bauausschuss hatte man nämlich auch die Frage, nach den permanten geöffneten Serviceklappen auf dem Markt gestellt. So sei der Markt zur Sanierung 2006 nicht sachgemäß gebaut worden und man befinde sich, u.a. wegen der defekten Serviceklappen, seit 2008 in einem Rechtsstreit. Und so drückt man die Daumen, dass es auch fachlich mit dem Wasserspiel besser klappt als mit anderen Teilen der z.T. falsch geplanten Marktsanierung. Allerdings scheint dabei schon die geschmeidige politische Herangehensweise ein gutes Zeichen.

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