14:22 Uhr | 14.08.2026
Altenburg. Ob in einem Pkw von Mercedes, einem Truck von Daimler oder Modellen von VW und Ford – die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ein Stück Altenburger Präzisionsarbeit darin verbaut ist. Autoteile aus der Skatstadt sind weltweit in Millionen Fahrzeugen unterwegs. Kürzlich besuchten Landrat Uwe Melzer und Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann das Werk der „Breyden Altenburg“ in der Leipziger Straße und zeigten sich beeindruckt von der positiven Entwicklung des Standorts.
Der Name „Breyden“ dürfte vielen Altenburgern dabei noch nicht allzu geläufig sein. Das im Gewerbegebiet Nord-Ost ansässige Unternehmen firmierte bis Ende des Vorjahres noch unter dem Namen „Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH“. Heute ist der Standort ein wichtiger Teil des international tätigen Unternehmensverbunds Breyden. Beim Vor-Ort-Termin führten Geschäftsleiter Dr. Sebastian Simon, Werksleiter Thomas Kawaschinski und Betriebsrat Uwe Roder die politischen Gäste durch den modernen Betrieb.
Im Fokus der Produktion stehen Differentialgetriebe für namhafte internationale Automobilkonzerne. Die Ausstoßmenge ist enorm: Rund 1,8 Millionen Antriebsteile „made in Altenburg“ verlassen jährlich das Betriebsgelände in der Leipziger Straße.
Um diese Produktion zu sichern, beschäftigt Breyden am Standort aktuell 103 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen setzt dabei auf eine zunehmend vielfältige Belegschaft: So liegt die Frauenquote in der mechanischen Produktion mittlerweile bei 15 Prozent, Tendenz steigend. Auch bei der internationalen Mitarbeitergewinnung ist Breyden aktiv; rund zehn Prozent der Beschäftigten kommen derzeit aus dem Ausland, wobei auch hier eine steigende Tendenz verzeichnet wird.
Was den Landrat und den Oberbürgermeister beim Rundgang besonders gefreut haben dürfte: Breyden ist weiterhin klar auf Wachstumskurs. Dem Unternehmen ist es gelungen, ein neues Projekt für einen internationalen Nutzfahrzeughersteller zu gewinnen. Das bringt zeitnah frisches Kapital in die Region, denn für die Abwicklung des Auftrags stehen bereits die nächsten Investitionen in Maschinen und Anlagen am Standort Altenburg an. Der Produktionsstart für das neue Projekt ist noch für dieses Jahr, 2026, vorgesehen.
Für Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann ist der Erfolg des Unternehmens ein wichtiges Zeichen für die gesamte lokale Wirtschaft: „Gerade in Zeiten, in denen die Automobilindustrie vor großen Herausforderungen steht und viele Unternehmen mit Unsicherheiten umgehen müssen, ist diese Entwicklung ein starkes Signal.“ Dass Breyden weiter in den Betrieb investiere, neue Aufträge gewinne und sich damit klar zum Standort Altenburg bekenne, freue ihn sehr, so der Rathauschef abschließend.
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